Dunkle Wälder und große Kuchenstücke

2014 – Spessart

  1. Wanderung der Turnabteilung Männer im FV Sportfreunde Elsenz

Am ersten Tag stand das Kloster Engelberg auf dem Programm.

Wir parkten unsere PKW in Großheubach bei den Parkplätzen am Gasthaus „Bretzel“. Vom Parkplatz ging es ein paar Kilometer entlang dem Main und wir erreichten bald die Abzweigung zum Wald am Busigberg. Dort querten wir die Straße, wanderten durch die Weinberge und kamen zu einem Rastplatz mit schönem Blick nach Miltenberg und Kleinheubach. Am Ratsplatz öffnete sich Werners Rucksack und heraus kam –  ein Frühstücksbuffet wie im 5 Sterne Hotel – Sekt, Lachs Häppchen usw…. Nach dieser Überraschung gingen wir durch die Weinberge, immer den Main im Blick, nach Großheubach zurück. Durch Großheubach kamen wir an den Fuß des Engelberges. Es erwarteten uns nun 612 Stufen die uns zum Kloster Engelberg hinaufbrachten. Wegkapellen mit Passionsszenen und Kreuzwegstationen säumten den Weg nach oben. 1637 wurde diese „Himmelsstiege“ mit den sogenannten „Engelsstaffeln“ angelegt. Sechs Kapellen laden zur Besinnung ein. Am Kloster Engelberg endet auch der unten beschriebene „Eselsweg“. Der geschichtliche Ursprung des „Engelbergs“ lässt sich nicht mehr genau feststellen, ist aber um etwa 1300 zu suchen. Etwa um 1300 wurde auf dem Rulesberg eine einfache Holzkapelle errichtet und dem Erzengel Micheal als Kämpfer gegen die heidnischen Götter gewidmet. So wurde aus dem „Rulesberg“ der „Engelsberg“. Nach einigen „Sühnegebeten“ und fast in Atemnot am Kloster  angekommen konnten wir erst mal den genialen Blick ins Maintal genießen. Die Sicht fiel auf die Staustufe des Main, das Maintal Richtung Miltenberg und Klingenberg und auf den gegenüberliegenden Ort Kleinheubach. Für das leibliche Wohl war in der Klosterschänke gesorgt, mit dunklem Bier vom Fass (auch alkoholfrei;-), einem Schöppchen Wein und einer Brotzeit, waren die vielen Stufen bald vergessen. Durch Wald und Weinberge, gesäumt von einem Weinlehrpfad, erreichten wir wieder Großheubach.

Übernachtet wurde im Waldhotel Heppe bei Dammbach. Große schöne Zimmer, ein Schwimmbad und ein Wellnessbereich wurden gerne genutzt. Die Spezialität des Hauses – richtig arg große Kuchenstücke wurden dabei ausgiebig genossen.

Am zweiten Tag nahmen wir uns die Heppe Schulweg Tour vor. Vom Waldhotel Heppe wanderten wir durch den dunklen Wald zum Steckenberg. Von dort führte uns der Weg vorbei am  Gasthaus Hundsrückhof. Immer weiter durch die Spessartwälder kehrten wir im Gasthaus Oberschnorrhof ein. Nach einer Stärkung  erreichen wir Dammbach im malerischen Dammbachtal im RÄUBERLAND, Durch den schönen Spessartort kamen wir nach Wintersbach und begingen dort den „Alten Schulweg“, einen  Europäischen Kulturweg. Der ausgezeichnete Kulturweg begründet die Südschleife der Kulturwege “zwischen Scharstein und Geishöhe” Unterwegs gab es viel Informatives über den Spessart und die Umgebung. Der Weg wurde früher von den Kindern der Geißhöhe benutzt um zur Schule und nach Hause zu kommen. Durch Oberwintersbach kamen wir jetzt zur Geißhöhe (521m). Die Geißhöhe ist das höchste bewohnte Gebiet im Spessart und ein Weiler des Ortes Dammbach mit ein paar Einwohnern und Einkehrmöglichkeiten. Der Ort hat einen Aussichtsturm –  den Ludwig-Keller-Turm von dem aus wir am Horizont die Skyline von Frankfurt am Main ausmachen konnten. Abwärts ging es nun wieder zurück zum Hotel und zur Kuchentheke.

Der dritte Tag führte uns von Dammbach zum Wasserschloss  Mespelbrunn.

Entlang der Straße nach Weibersbrunn kamen wir zur Dammbachklause, dort gingen wir in die Mühlgasse hinein die uns an den Wald brachte. Nach der Ferschenmühle ging der Weg zur Eselshöhe(439m) hoch. Vorbei am Martinsberg erreichten wir Schloss Mespelbrunn. Das Schloss Mespelbrunn, ein Wasserschloss, steht in der bayerischen Gemeinde Mespelbrunn zwischen Frankfurt am Main und Würzburg in einem abgelegenen Seitental des Elsava-Tals im Spessart. Die Anlage ist seit dem frühen 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Echter von Mespelbrunn. Schloss Mespelbrunn verdankt seine Entstehung einer Schenkung des Mainzer Erzbischofs Johann II. von Nassau. Dieser übereignete am 1. Mai 1412 seinem kurfürstlichen Forstmeister Hamann Echter den Platz zum Espelborn, der im Talgrund an einem Weiher am Krebsbach ein unbefestigtes Haus errichtete. Da der Spessart zu jener Zeit ein wilder und unerschlossener Wald war und Hussiten ihn als Zwischenstation für ihre Plünderungszüge nutzten, begann 1427 Hamann Echters gleichnamiger Sohn, aus dem unbefestigten Weiherhaus seines Vaters ein befestigtes Haus mit Mauern, Türmen und einem Wassergraben zu errichten. Nach einer interessanten  „Schlossbesichtigung“ und einem kühlen Bier wanderten wir weiter, den Ort Mespelbrunn rechts liegen lassend, entlang einer Autostraße, nach Heimbuchenthal. Über den Scharstein und vorbei an einer Waldkapelle kamen wir wieder nach Dammbach zurück.

Der vierte Tag brachte uns vom Hotel Heppe Richtung dem Ort Wildensee, dort erreichten wir den sogenannten  „Eselsweg“ den wir ein großes Stück begingen. Der Name „Eselsweg“ kommt von den Salzkarawanen, die im Mittelalter das Salz der Salinen in Orb und Fulda auf dem Rücken der Esel nach Miltenberg trugen, von dort wurde es auf dem Main verschifft. Aus Schutz vor den unwegsamen und feuchten Tälern in denen auch hie und da die berühmten Spessarträuber hausten, wurde der Weg auf den Kammhöhen des Spessarts angelegt. Viele Kultur – Historische Stätten säumten seinen Weg. So sind neben den zahlreichen Bildstöcken, Flurkreuzen und Kapellen das Kloster in Schlüchtern am Anfang und das Kloster Engelberg hoch über dem Main am Ende des Eselsweges besonders hervorzuheben. Den  Dammberg rechts liegen lassend, kamen wir  zur Schutzhütte an der Dreifaltigkeitslärche. Vorbei an Nonnenbild und Heidenplatte überquerten wir dann die Straße nach Wildensee. Über den Grenzweg oberhalb des Wildentales kamen wir wieder zum Hotel zurück. Dort gab es dann das Mittagessen und zum Abschluss nochmal ein riesen Stück Kuchen.

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